Neues Rennrad altes Spiel Teil Zwei

Hallo Liebe Leute

Hier bin ich wieder mal mit einem Eintrag. Der letzte ist ja auch schon wieder fast zwei Monate her. Irgendwie ist es im Moment wie verhext. Ich komme zu nichts. Nein, nichts ist auch nicht ganz richtig. Ich komme zum Radfahren und das, ist ja eigentlich auch mein Fokus. Zwar würde ich gerne mehr schreiben was ich alles so mache, aber ich komme schlicht nicht dazu. Während ich das jetzt schreibe ist es 05.40 Uhr am Sonntag Morgen. Mein kleiner hat Husten und hat mich um 05.15 Uhr aus dem Bett geholt. Nun schläft er in meinem großen Bett weiter und ich bin wach. Der letzte Eintrag war der erste Teil der Geschichte wieso ich ein neues Rennrad will. Mittlerweile habe ich es bereits gekauft und es steht links neben mir und neben Ernesto. Deshalb auch der Titel. Neues Rennrad altes Spiel Teil 2.

Was für einen Bruder hat Ernesto den nun bekommen

Machen wir es kurz und schmerzlos. Es ist ein Canyon Endurance AL8  geworden und ich glaube ich habe eine Super Entscheidung getroffen. Wie immer war die Entscheidung nicht einfach weil ich sehr lange eigentlich mit einem Müsing Rennrad geliebäugelt habe.

Canyon Endurance AL8 Ultegra
Canyon Endurance AL8 Ultegra

Bei Müsing haben die sehr tolle Rennräder. Man entscheidet sich für einen Rahmen und kann danach alles andere selber zusammenstellen. Angefangen bei der Farbe und aufgehört bei den Laufrädern. Auf der Müsing Homepage kann man sich sein Traumrad zusammenstellen. Leider war der Preis verglichen mit anderen Anbietern doch recht hoch. Ich weiß, viele sagen, dass man Räder beim Fachhändler kauft und nicht beim Versand aber, wo ist genau der Unterschied? Ja, beim Fachhandel wird man beraten und bekommt alles eingestellt. Ist das auch so?

Wieso habe ich nicht beim Fachhändler gekauft

Als ich bei einigen Radläden in Deutschland angefragt habe wie das genau laufen würde mit dem Müsing war da nie die Rede von einstellen und anpassen sondern nur von abholen und bezahlen. Auch auf meine expliziten Anfragen, was denn genau gemacht wird bei Abholung, wurde nicht gross was von einstellen erwähnt. Was mich auch ein bisschen gestört hat sind die Formalitäten die Anfallen wenn ich ein Rad in Deutschland kaufe und in die Schweiz einführen will. In diesem fall ist es wie mit den Pedalen. Ich muss die deutsche Mehrwertsteuer nicht bezahlen wenn ich es ausführe. Bezahlen muss ich die Schweizer Mehrwertsteuer und die liegt fast 12% tiefer als in Deutschland. Beim Müsing das ich wollte, betrug die Differenz fast 350€. Bei den Radläden wo ich angefragt habe waren die ziemlich wortkarg wenn es darum ging, mir zu sagen, ob ich einen Ausfuhrschein bekommen könnte für das Rad. Das hat mich ein bisschen gestört. Die Mehrwertsteuer muss ja eh an den Staat abgeführt werden. Also für den Verkäufer ist es Jacke wie Hose, er bekommt das Geld in keinem Fall für sich.

Ein weiteres Argument, dass ich immer wieder höre und lese ist, dass man den Fachhandel im eigenen Land unterstützen sollte. Tatsache ist aber, dass ich beim Versandhändler einen wesentlich besseres Preis- Leistungsverhältnis bekomme als bei einem Fachhändler. In Deutschland wird der Unterschied wohl kleiner sein aber in der Schweiz ist der massiv. Zum Beispiel habe ich hier ein Trek gesehen, dass mich mit der neuen 105 Schaltung knappe 3000 Franken gekostet hätte. Es hatte weder spezielle Laufräder noch sonst was, was diesen Preis rechtfertigen würde. Für das Canyon Endurance AL8 habe ich genau 1799 Franken bezahlt. Also ein bisschen mehr als 1000 Franken weniger und das mit einer Ultegra Schaltung anstatt einer 105 und mit Laufrädern von DT Swiss.

Welche Unterschiede gibt es zwischen einem AL8 aus Deutschland und einem aus der Schweiz

Ich habe zwar ein Canyon gekauft aber nicht bei Canyon in Deutschland sondern bei Purecycling in der Schweiz. Purecycling war nichts anders als Canyon in der Schweiz. War, weil sie sich, seit dem 26.11.2018 aus der Schweiz zurückgezogen haben. Hier gibt es es bereits eine Marke namens Canyon und deshalb durfte Canyon in der Schweiz keine Fahrräder unter diesem Namen verkaufen. In Deutschland kaufen und in die Scheiz einführen geht weiterhin. Unterschiede bei den Rädern gibt es eigentlich nur sehr kleine. Auf meinem Fahrrad steht nicht „Canyon“ wie normalerweise sondern was es für eines ist. In meinem Fall steht „Endurance“.

Ein weiterer Unterschied waren in meinem speziellen Fall die Laufräder. Bei mir sind DT Swiss E1800 Spline DB 23 verbaut. Bei dem AL8 in Deutschland dafür Mavic Aksium Elite Disc UST. Sonst gibt es nur noch farbliche Unterschiede. Wenn man in Deutschland bestellt kann man das Ganze Rad auch noch in Rot kaufen. Bei mir war es nur in Stealth Black zu haben. In meinem Fall hätte ich, auch wenn es verfügbar gewesen wäre, kein rotes genommen. Ich wollte ein Schwarzes und das Matte Schwarz an meinem sieht echt sexy aus.

Bestellung, Bezahlung, Versand und Ankunft des neuen Rades

Die Bestellung ist sehr einfach. Man sucht sich das Rad aus und wählt die Größe und Farbe. Bezahlen kann man auf verschiedene Arten. Kreditkarte, Vorauskasse oder Paypal. Auch das ist denkbar einfach. Ich habe das Geld einfach von meinem Bankkonto auf das von Canyon überwiesen und gleich am nächsten Tag die Zahlungsbestätigung erhalten. Am gleichen Tag wie die Zahlungsbestätigung kam auch die Versandbestätigung. Zwischen Bestellung Zahlung und Versand sind weniger als 24 Stunden vergangen. Bestellt hatte ich an einem Sonntag und bereits am darauffolgenden Freitag war das Rad bei mir.

Als ich von der Post hier Bescheid bekommen habe, dass es am Freitag kommt habe ich im Geschäft unkompliziert einen freien Nachmittag eingegeben und gehofft, dass es nicht früher kommt. Es kam nicht früher und kaum war ich Zuhause klingelte es auch schon die Glocke und der DHL Typ stand mit einem großen Karton vor der Tür. Nach einer kurzen Kontrolle habe ich den Erhalt bestätigt und damit war die ganze Angelegenheit erledigt. Unten seht ihr ein Bild vom Karton. Die Ballons habe ich selber angebracht. Auch ein Geschenk für mich selber muss anständig eingepackt werden.

Paket mit dem Canyon AL8
Paket mit dem Canyon AL8

Sobald der Karton offen ist sieht man wie sauber das Rad im Karton angeordnet ist. Die haben sich bei Canyon definitiv was überlegt. Ich habe, bevor ich das Rad aus dem Karton genommen habe mal leicht dran geschüttelt und es bewegt sich nicht wirklich was im Karton.

Canyon Endurance AL8 im Karton drin
Canyon Endurance AL8 im Karton drin

Wenn man das Fahrrad aus dem Karton nimmt ist es schön zusammengestellt und zwar mit so klebenden Kabelbindern. Auf dem nächsten Bild seht ihr wie das Rad zusammengestellt ist wenn man es aus dem Karton nimmt.

Canyon Endurance AL8 Zusammenstellung
Canyon Endurance AL8 Zusammenstellung
Was war abgesehen vom Fahrrad noch dabei

Abgesehen vom Fahrrad waren noch weitere Teile dabei die ich in den nächsten Bildern zeigen werde.

Zuberhörbox Canyon Endurance AL8
Zuberhörbox Canyon Endurance AL8

In der Zuberhörbox waren, die im folgenden Bild gezeigten Dinge.

Inhalt der Zubehörbox des Canyon Endurance AL8
Inhalt der Zubehörbox des Canyon Endurance AL8

Ausserdem war noch eine kleine Anleitung drin. In der steht wie man das Rad zusammensetzt. Dafür gibt es aber auch Videos auf der Canyon Seite. Ganz unter uns gesagt braucht man das eigentlich nicht. Es ist mehr oder weniger selbsterklärend was man machen muss. Trotzdem hier mal das Video von der Canyon Seite.

Im nächsten Bild sieht man eine kurze Anleitung wie man den Lenker richtig anmacht und einstellt.

Lenkeraufbau Anleitung
Lenkeraufbau Anleitung

Das einfügen und machen der Bilder die ihr in diesem Eintrag seht hat länger gedauert als das Rad zusammen zu montieren. Es ist eine einfache Sache die eigentlich jeder hinbekommen sollte.

Fazit

Als Fazit würde ich sagen, dass ich super zufrieden bin wie das ganze abgelaufen ist. Die Bestellung, Bezahlung und Lieferung war absolut unkompliziert und auch wenn ich fragen hatte wurden die auf der Schweizer Hotline sehr schnell und kompetent beantwortet. Zum Beispiel als ich die Räder montieren musste und dabei nicht wusste, dass DT Swiss so ein neues System hat wo es eigentlich keinen Hebel mehr hat. Also es hat schon einen aber der wird für vorne und hinten benutzt und kann weggenommen werden. Das ganze nennt sich RWS Technologie. Wer mehr darüber wissen will soll man hier klicken.

Sehr viel bin ich mit dem neuen Rad noch nicht gefahren. Ich bin ca. sechs mal damit zur Arbeit gefahren und einmal auf eine normale Ausfahrt. Da aber der Winter schon wieder da ist wird das Rad wohl erst bei besserem Wetter richtig ausgeritten. Die ersten Eindrücke waren aber schon mal extrem positiv. Ich merke eine deutlichen Unterschied beim schalten mit der neuen Ultegra. Es scheint leichter zu gehen als noch mit der alten 105. Vielleicht ist das aber nur so eine Art Placebo Effekt.

Natürlich werde ich, sobald das Rad mehr gefahren wurde, ausführlich über die Erfahrungen und Eindrücke berichten. Im Moment fahre ich aber noch drinnen und auf Zwift und dafür benutze ich Ernesto.

Eines muss ich aber mit dem neuen Canyon noch machen. Es muss getauft werden. Nicht von einem Pfaffen oder irgend einem Geistlichen sondern es muss einen Namen bekommen. Ich habe noch keinen Namen für das Rad. Falls Euch also etwas einfällt lasst es mich wissen. In der Zwischenzeit wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

 

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