Die ersten 100 Kilometer Fahrt mit Ernesto

100KM
Hallo Liebe Leute

Ich will mal etwas über meine erste längere Fahrt erzählen. Mein Ziel war es mal 100 Kilometer an einem Stück zu fahren und ich hatte mir lange Gedanken gemacht wo ich genau durchfahren sollte. Irgendwann kam ich auf die Idee, dass sich eine Umrundung des Zürichsee doch anbieten würde.

Nachdem ich da mal die Distanzen gecheckt hatte, merkte ich, dass das niemals reicht für die Hundert Kilometer. Also begann ich Umwege einzubauen. Anstatt vom Start bei mir Zuhause direkt an den See zu fahren fuhr ich erst mal von See weg und machte eine Schlaufe um Würenlos im Kanton Aargau. Hier ein Bild meiner Route.

Die Route der 100 Kilometer

Vor der Fahrt habe ich mir eigentlich keine großen Gedanken gemacht ob ich das schaffe oder nicht. Für mich stand es gar nicht zur Diskussion es nicht zu schaffen sondern eher wie lange ich brauche um es zu schaffen. Ich bin da sehr hartnäckig wenn es darum geht was zu schaffen was ich mir vorgenommen habe. Genau so bin ich auch an die Fahrt ran gegangen.

Meine Ausrüstung auf den 100 Kilometern

An Ausrüstung hatte ich nicht groß was dabei. Ich hatte meinen Rucksack dabei und darin einen Shaker mit einer Portion Whey’s Eiweiss Protein. Weiter noch eine 1.5 Liter Flasche Valser Silence Wasser und zwei Power System Protein Riegel mit Vanille Geschmack. Zu der Zeit hatte ich noch die alten Pedale und Schuhe die eigentlich eher für das Mountainbike gedacht waren. Die Pedale waren von Shimano und da das Modell M324. Die hatte ich, zusammen mit den SPD Schuhen von Northwave, kurz zuvor im Urlaub in Spanien gekauft. Hier mal ein Bild von den Schuhen.

Es steht leider kein Modell drauf aber ich habe auf der Northwave Webseite gesehen, dass die wohl in die Kategorie der „All Mountain“ Schuhe fallen. Ich erinnere mich, dass ich meine langen Aitracks Winterhosen anhatte weil es doch um 10 Uhr morgens noch frisch war. Dazu eine Jacke Die ich mal im Landi gekauft habe. Der hat immer so coole Aktionen und bei einer dieser Aktionen hab ich mir eine Radjacke gekauft. Dazu meine Lieblings Handschuhe der Marke Giro. Die habe ich irgendwann bei Amazon gekauft und nie irgendwelche anderen benutzt. Es sind Winterhandschuhe des Modells Ambient. Leider sind meine nach fast vier Jahren Gebrauch nicht mehr die besten und ich hoffe, dass ich die noch irgendwo bestellen kann.

Der Start zu den ersten 100 Kilometer

Um 10.08 Uhr Morgens bin ich mit meinem Rennrad losgefahren. Nachdem ich in Würenlos eine Schlaufe gefahren bin machte ich mich auf in Richtung See. Eigentlich alles an der Limmat entlang über Dietikon und Altstetten und die Badenerstrasse runter bis an den Bürkliplatz. Beim See angekommen machte ich keine Pause sondern radelte einfach weiter am See entlang.

Die Sonne und die Anstrengung begannen mich zu wärmen und es machte richtig Spaß. Entlang des Sees hat es einen Radstreifen und so ist es relativ angenehm den See zu umrunden. Wenn man da den See auf der rechten Seite runterfährt kommt man an Orten wie, Wollisofen, Thalwil, Horgen Richterswil, Wollerau, Wilen vorbei bevor man nach Pfäffikon kommt. Da kann man entweder weiterfahren und die große Runde machen oder man geht über die Brücke und landet in Rapperswil. Da habe ich eine Pause gemacht und mir einen Eiweiß Shake und einen Rigel gegönnt und nach ca. zwanzig Minuten war ich wieder auf dem Rad und auf dem Rückweg.

Die Rückstrecke ist nicht weniger schön. Man fährt über Stäfa, Männendorf, Meilen, Herrliberg, Erlenbach, Küssnacht und Zollikon zurück nach Zürich. Dabei fährt man an Weinhügeln oder an wunderschönen Villen vorbei. Die Seestrasse ist sowieso eine sehr interessante Strasse. Man kommt an interessanten Firmen und Einrichtungen vorbei. Die Yachtwerft Portier oder die Villa Alma eine Nobelaltersresidenz direkt am See. Das wunderschöne Seebad in Meilen oder das Strandbad Feldmeilen. Ich hatte ehrlich gesagt andere Probleme als ich auf dem Rückweg war. Meine Füsse waren extrem warm und ich musste kurz stoppen und dünnere Socken anziehen. Das war eine kurze schnelle Pause und bevor ich mich versah war ich wieder auf der Strasse und fuhr in Zürich ein.

Das letzte Stück bis nach Hause war recht hart. Ich war müde und hungrig und es geht nochmal bergauf. Ich habe euch hier mal ein 3D Bild der Route.

Die letzten Kilometer der 100 Kilometer

Nach 90 Kilometer kommt der Aufstieg. Er ist nicht lang. Etwa 600 meter bei 6% Steigung. Für mich war er aber extrem hart und er schien nicht enden zu wollen. Als ich oben am Bucheggplatz ankam war ich echt fertig doch mein Sigma Radcomputer zeigte mir an, dass ich noch ein bisschen leiden musste um mein Ziel zu erreichen. Glücklicherweise ging es von da an nur noch relativ geradeaus oder sogar ein bisschen bergab. Nicht viel aber so, dass ich es doch in meinen müden Beinen spürte.

Ich erinnere mich noch gut wie ich mich selber motivierte nochmal Gas zu geben um vielleicht fünf Minuten schneller zu sein. Ich fuhr also über Affoltern nach Regensdorf und weiter nach Hause. Nach drei Stunden, fünfundvierzig Minuten, Vierundvierzig Sekunden und 101.5 Kilometer stoppte ich meine Pulsuhr vor meiner Haustüre. Die ersten 100 Kilometer waren geschafft und das Projekt erfolgreich beendet. Für die, die es interessiert habe ich mal meinen Polar Flow Auszug hochgeladen.

Außerdem hab ich für die Fetischisten unter euch noch den genauen Verlauf meiner Geschwindigkeit und Herzfrequenz hochgeladen. Viel Spaß damit.

 

Ein Gedanke zu “Die ersten 100 Kilometer Fahrt mit Ernesto”

  1. Eine 100 km Tour kann schon was. Wenngleich ich es öfters von beleibten Radfahrern auf
    4000 -Euro-Rennmaschinen höre, das das ja gaaanz easy ist… Pahhhh… dann glaube ich das auch noch. 30 kg Übergewicht haben und easy-cheasy die km abspulen. Ja nee… iss klar. Du hast die Tour sehr gut kommentiert, vorallem Deine Gefühlswelt dargelegt. Tolle Sache. Quälen gehört zum Sport… solange es noch gesund ist.

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