Bodensee Radmarathon – Ein Fazit und Erlebnisbericht

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Hallo Liebe Leute

Lange ist es wieder her seit dem letzten Eintrag und in der Zwischenzeit ist eine Menge passiert. Während ich hier schreibe liegt mein linkes Bein auf meinem Servergehäuse. Dies weil ich am letzten Freitag, wie in meinem letzten Bericht ausführlich beschrieben, bereits mein Knie operiert wurde und ich nun zwei Wochen lang krank geschrieben bin. Vorher habe ich aber noch den Bodensee Radmarathon absolviert und darüber will ich mal berichten. Dazwischen werde ich immer wieder mal Bilder Bodensee Radmarathon einstreuen.

Die Vorbereitung für den Bodensee Radmarathon

Das wird ein kurzer Abschnitt und dies, weil ich mich eigentlich gar nicht spezifisch auf die 150 Kilometer vorbereitet habe. Einmal bin ich auf eine Vorbereitungsfahrt gegangen und zwar am 17ten August bin ich am Morgen los. Als ich wieder nach Hause gekommen bin standen 183.09 KM und 1167 Höhenmeter auf dem Tacho.

Trainingsfahrt vor BRM
Trainingsfahrt vor BRM

Ich wusste also bereits vorher, dass ich die 150 KM und knapp 700 Höhenmeter des Bodensee Radmarathon eigentlich schaffen müsste. Die Frage war nur wie lange ich dafür brauchen würde.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Mein persönliches Ziel am Bodensee Radmarathon

Es war ja, genau genommen, mein erster richtiger Event bei dem ich mitgemacht habe. Mal von den Firmentriathlons abgesehen. Auf jeden Fall war es der erste Event bei dem ich so eine weite Strecke gefahren bin und ehrlich gesagt, wollte ich auch nicht einfach fahren und ankommen. Nicht ankommen war keine Option und deshalb brauchte ich ein anderes Ziel. Mir erschien ein Zeit ziel sinnvoll und so habe ich mir zum Ziel gesetzt, die 150KM mit einem 25.0km/h Schnitt zu beenden. Bei 150KM würde das einer Zeit von sechs Stunden entsprechen. Das war mein Ziel und ich hatte mir fest vorgenommen, das Ziel auch zu erreichen.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Die Anreise an den Bodensee Radmarathon

Die Anreise war relativ einfach weil der Bodensee ja nicht wirklich weit weg ist von mir. Ich wollt bereits am Freitag anreisen und habe mir dafür ein Hotelzimmer im B&B Hotel in Konstanz gebucht. Das Hotel ist nicht weit weg von Tägerwilen wo ich gestartet bin. Das Zimmer hatte drei Betten weil sowohl meine Frau wie auch mein Sohn als Unterstützung mitgekommen sind. Das Zimmer war klein aber absolut ausreichend für unsere Zwecke. Wir sind da also am Freitag angekommen und haben uns für die Nacht eingerichtet. Nach dem einrichten sind wir kurz nach Tägerwilen gefahren und haben die ganzen Unterlagen für den Radmarathon abgeholt.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Das war ein bisschen doof. Es hat da bereits relativ stark geregnet und man musste  da anstehen um die Unterlagen zu holen. Leider waren die Leute die da die Unterlagen aushändigten, nicht die schnellsten und so standen wir da geschlagene 20 Minuten an bis ich die Unterlagen hatte.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Von da sind wir wieder zurück ins Hotel und haben ein bisschen gechillt und Sky geschaut. Das gibt es beim B&B Hotel in Konstanz übrigens gratis mit dem Zimmer dazu. Danach sind wir noch nach Konstanz selber und haben in einem kleinen italienischen Restaurant zu Abend gegessen. Als jemand der in der Schweiz wohnt sind die Preise in Deutschland echt extrem günstig. Für das selbe Abendessen hätten wir wohl in der Schweiz das vierfache bezahlt. Ausserdem war es extrem lecker. Leider weiß ich den Namen nicht mehr. Nach dem Abendessen haben wir uns noch ein großes Eis gegönnt und sind danach zurück ins Hotel wo wir alle bald geschlafen haben.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Der eigentliche Bodensee Radmarathon

Am eigentlichen Renntag bin ich um 07.00 aufgestanden und habe geduscht und mich langsam bereit gemacht. Leider hat es am Morgen geregnet und es sah nicht nach einem prickelnden Start aus. Zum Glück hatte ich genug und regen feste Kleider und genug Socken eingepackt. Ich habe mir noch einen Kaffee gegönnt und wurde danach von meiner besseren Hälfte und meinem Junior Soigneur nach Tägerwilen gefahren. Um 09.09 Uhr habe ich mein Garmin gestartet und habe mich auf die Reise gemacht.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Von Tägerwilen ging es nach Konstanz und da auf die Fähre nach Meersburg. Ich hatte also knappe 7KM zu fahren und dann war ich schon auf der Fähre. Eigentlich könnte man sagen, dass die Rundfahrt für mich erst in Meersburg begonnen hat.

Fähre nach Meersburg
Fähre nach Meersburg

Eindrücklich fand ich das Runterfahren der Fähre. Es waren sehr viele Radler bereits unterwegs und so bahnten sich sicher an die hundert Radler ihren Weg von der Fähre. Das war schon ein tolles Bild. Meschen jeder Couleur und mit allen möglichen Arten von Fahrrädern waren an diesem verregneten Samstagmorgen unterwegs um ihr persönlich gestecktes Ziel zu erreichen. Auch ich war einer in der Masse der sich auf den Weg machte. Nächstes Ziel war Kressbronn am Bodensee.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Auf dem Weg dahin hat es recht geregnet und ich suchte noch meinen Rhythmus. Es war recht anstrengend mit dem Regen und irgendwie bin ich nicht richtig in die Gänge gekommen.  In Meckenbeuren hat es dann noch stärken angefangen zu regnen und ich habe mich langsam aber sicher auf sechs Stunden Regen eingestellt. Von Meckenbeuren nach Kressborn waren es noch ein paar Kilometer und ich hab mich ehrlich gesagt auf eine Pause gefreut. Nach ein paar Basler Läckerli und einer Banane bin ich neu motiviert wieder los. Ich hatte meine Beinwärmer angezogen und so war der Regen nicht mehr so schlimm.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon vor Kressborn und im Regen

Der nächste Halt würde in Altenrhein sein wo auch meine Frau und mein Junior Soigneur mit essen und trockenen Kleidern warten würden. Zuerst musste ich aber die 53KM bis dahin im Regen abreisen aber es kam anders. Kurz vor Bregenz und nach gefühlt hunderten von Apfelfeldern an denen ich vorbei gefahren bin hörte es langsam aber ischer auf zu regnen. Die Wolken machten langsam auf und hie und da schimmerte sogar die Sonne durch.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Bei der Durchfahrt durch Bregenz hat es auf jeden Fall nicht mehr geregnet und ich hatte angefangen die Fahrt zu genießen. Die Durchfahrt durch Bregenz fand ich persönlich jetzt cool und spannend. Im Gegensatz zu der bisher zurückgelegten Strecke fuhr man unmittelbar am Bodensee entlang. Bis dahin hatte ich vom See nicht extrem viel gesehen. Deshalb fand ich dieses Stück der Fahrt sehr nett.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Von Bregenz war es auch nicht mehr weit bis nach Altenrhein wo ich, wie oben besprochen, bereits erwartet wurde. Ich habe auch in Altenrhein ein paar Läckerli, eine Banane und ein Sandwich gegessen und habe mich umgezogen. Es war echt ein Genuss aus den nassen Kleidern und vor allem Socken zu steigen und frische anzuziehen. Ich hab mich da hinter dem Auto kurz bis auf den nackten Hintern ausgezogen und getrocknet und bin in frische und trockene Kleider gestiegen. Nun war ich wieder bereit um weiter zu gehen.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Frisch und fröhlich habe ich mich auf die letzten 50KM gemacht. Das letzte Stück war, interessanterweise das einfachste. Kurz nach dem losfahren in Altenrhein fuhr das eine Gruppe ziemlich zügig an mir vorbei und irgendwie fühlte sich meine Beine gut und kräftig genug an um mich da dran zu hängen. Das habe ich dann auch getan. Mit der Gruppe bin ich dann fast den ganzen Weg bis ans Ziel mitgefahren. Die letzten 20Km habe ich einen älteren Herren der sichtlich am Anschlag war noch bis ins Ziel begleitet. Hans, so hieß der gute, war wohl recht müde vom Regen und sah aus als hätte er nicht mehr groß Lust. Also habe ich abgebremst und bin ohne groß was zu sagen vor ihm her gefahren und habe ihm Windschatten gegeben. Zusammen sind wir auch ins Ziel gefahren wo er sich herzlich für den Windschatten bedankt hat.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Leider hatte ich nicht die Möglichkeit mich bei der Gruppe bei der ich mitgefahren bin zu bedanken und deshalb mache ich das jetzt auf diesem Weg.  Vielen dank liebe Leute vom VC Sonnenberg für den Windschatten. Ohne Euch hätte ich wohl die Zeit nicht erreicht die ich erreicht habe.

Mein Ziel am Bodensee Radmarathon

Wie oben schon erwähnt war mein persönliches Ziel es in sechs Stunden zu schaffen und ich kann sagen, dass ich mein Ziel nicht nur erreicht sondern um einiges unterboten habe.

Meine Werte zum BRM
Meine Werte zum BRM

Wie ihr seht, bin ich nicht nur mit 25km/h gefahren im Schnitt sondern mit 27km/h. Es wurden am Schluss auch nicht nur 150Km sondern 153.91KM. Ich für meinen Teil war mächtig aufgekratzt und spürte das Adrenalin. Stolz aber doch geschafft habe ich meine Medaille in Empfang genommen und sie meinem Junior Soigneur umgehangen.

Medaille vom Bodensee Radmarathon
Medaille vom Bodensee Radmarathon
Fazit des Bodensee Radmarathon

Mein Fazit wird kurz und knapp. Mir hat der Radmarathon echt Spaß gemacht und das trotz Regen. Klar war es im Moment doof, dass es regnete aber im Nachhinein betrachtet ist das halt Part des Deals den man bei solchen Events eingeht. Der Event wird nicht verschoben egal welches Wetter grad ist. Das muss man sich halt bewusst sein. Es ist ja meistens nur in dem Moment schlimm und nervig aber das geht ja auch wieder vorbei.

Eindrücke vom Bodensee Radmarathon
Eindrücke vom Bodensee Radmarathon

Mir hat das ganze sehr gut gefallen und ich werde wohl das nächste Jahr die volle Distanz in Angriff nehmen. Das sind nochmal 70KM mehr. Aber für dieses Jahr bin ich zufrieden und stolz, dass ich es geschafft habe und mein ziel unterbieten konnte. Kann den Radmarathon am Bodensee jedem empfehlen.

Danke fürs lesen. Beim nächsten Mal geht es um das Bike Fitting das ich vor dem Bodensee Radmarathon beim Veloplus gemacht habe.

In Dem Sinn bis Bald

 

 

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