Wie ich als fetter Raucher zum Radfahren kam Teil 2

Fetter Raucher 1
Hallo Liebe Leute 

Hier geht es nun weiter mit dem zweiten Teil der Geschichte wie ich zum Radfahren kam. Im ersten Teil habe ich ja kurz beschrieben was mich dazu getrieben hat mit dem Rad zur Arbeit zu gehen. Ende Oktober 2014 war meine erste Fahrt und es folgten jede Menge mehr. Ich bin einer der Menschen die, dass was sie sich vornehmen, auch durchziehen. Egal was es kostet und wie viel Schmerz es mir bereitet. Erst später wurde mir so richtig bewusst, dass Leidensfähigkeit und Schmerz ein großer Teil des Radfahrens ausmachen. Wer nach zwei Stunden nicht mehr kann und weiter macht leidet.

Damals bei meinen ersten Fahrten hatte ich weder ein Gerät zur Herzfrequenzmessung noch Geräte für Geschwindigkeit und Trittfrequenz. Kein Schnick Schnack wie ich das heute an meinem Rennrad habe. Im Nachhinein wäre es sicher interessant zu wissen wie meine Werte bei den ersten Fahrten waren aber das haben wir nun nicht. Dazu kam, dass ich durch eine Lungenentzündung die ich mir Mitte Dezember 2014 zugezogen hatte, recht zurück geworfen wurde. Ich musste fast einen Monat starke Antibiotika zu mir nehmen und fühlte mich danach extrem Schlapp und ausgepowert. Das wenige Gewicht, dass ich durch die knappen 6 Wochen mehr oder weniger regelmäßiges Radfahren abgenommen hatte waren schnell wieder drauf. Dies war ein wenig demotivierend und ich beschloss, dass es mit Radfahren alleine nicht getan war. Meine Ernährung musste auch anders werden. 

Meine Essgewohnheiten vor dem Radfahren

Meine damaligen Essgewohnheiten zu beschreiben ist relativ einfach. Ich habe einfach gegessen ohne zu schauen was und wann. Hatte ich Hunger hab ich gegessen. So einfach war das. Natürlich habe ich gegessen was mir schmeckt und das waren die typischen zuckerhaltigen Dinge die man heute halt an jeder Ecke kriegt. Bei der Arbeit die Sandwiches mit dem Schinken und Salami drin. Am Mittag irgendwas aus einem Laden und am Abend halt was richtiges. Das richtige war damals oft Pasta. Ich liebe Pasta und hatte als Fußballer immer eingeprügelt bekommen, dass Kohlenhydrate gut sind und Sportler jede Menge davon essen sollten.

Mit drei Jahren stand ich bereits auf dem Fußballplatz und von da an wurde mir das immer eingebläut. Daran habe ich mich immer gehalten und es hat auch genutzt. Was ich außerdem auch sehr viel konsumiert habe waren Milchprodukte. Milch generell ist eine Sucht von mir. Da kann ich ohne mit der Wimper zu zucken zwei drei Liter am Tag trinken. Ich liebe Käse in allen Arten und Variationen. Da ist oft 50% Fett drin. So lange man jung ist und sich viel mehr bewegt ist das alles auch kein Problem. Zumindest war es in meiner Jugend nie ein Problem. Heute sieht das ja bei den Jungen auch wieder anders aus. Im Alter nahm die Bewegung aber bei mir ab und so wurden diese zugeführten Kohlehydrate nicht mehr verarbeitet und verwandelten sich zuerst in Insulin, danach in Zucker und schlussendlich in Fett. 

Wer mehr darüber wissen will hat hier eine gute Info Seite. Das ist der Blog von Felix Olschewski. Als ich angefangen habe mich mit Ernährung zu befassen hat mir die Seite von Felix sehr viele interessante und nützliche Infos gegeben. Hier Erklärt Felix auf drei Seiten wie der menschliche Stoffwechsel funktioniert.

Außerdem will ich noch was am Rand bemerken. Was ich hier schreibe betrifft nur mich. Es hat nur für mich funktioniert doch diese Tatsache bedeutet nicht, dass es für andere auch so gut funktionieren wird wie für mich. Wie gesagt, ich habe weder professionell Ahnung von Ernährung noch vom Radfahren. Meine Erfahrungen sind das was ich hier wiedergebe. Wer sich was aneignen will, weil er denkt er profitiert von meinen Erfahrungen, soll sich danach nicht beschweren wenn es nicht klappt.  😀

Für mich, hat das verzichten auf Kohlenhydrate sehr schnell und vor allem sehr massiv Wirkung gezeigt. Nach der Lungenentzündung habe ich angefangen mich zu informieren. Ich habe Bücher gelesen und im Internet geforscht. Das dauerte ca. vier Monate bis ich mich da soweit eingelesen hatte das ich mir eine Strategie für das Radfahren und die Ernährung zurecht gelegt hatte. Außerdem informierte ich mich über technische Unterstützungen für mein Training und Abnehmprojekt und landete bei Polar. Da suchte ich mir die V800 aus und bestellte die bei einem Schweizer Onlineshop. Wenn ich mich richtig erinnere war das der PC Ostschweiz. Das ganze kostete mit Brustgurt H7 um die 380 Schweizer Franken.

Der zweite Versuch mit dem Radfahren

So startete ich frisch motiviert im Juni 2015 den zweiten Versuch. Genau gesagt am ersten Juni um 05.56 Uhr Morgens. Das war ein Montag und es war mild. Etwa 14 Grad. 

Erste Fahrt des zweiten Versuchts
Erste Fahrt des zweiten Versuchts

Das Bild da oben ist die Aufzeichnung der ersten Fahrt zu meiner Arbeitsstelle aus der Polar Flow Webapp. Die 65 Meter Aufstieg sind bei der Route ziemlich verteilt auf etwa 80 Meter. Es geht also kurz und knackig nach oben und danach über eine Brücke bevor es wieder runter geht. Ich kann mich noch super erinnern wie fertig ich auch beim ersten mal des zweiten Versuchs war als ich mein Ziel erreicht hatte. Ich schwitze wie ein Schwein und war echt fertig mit der Welt. Heftig atmend schleppte ich mich die Treppe runter zu der Umkleide und setzte mich auf den Stuhl den es da hat. Ich war sowas von ausgelaugt und echt kaputt aber ich war auch stolz, dass ich mich wieder aufgerafft hatte was gegen mein Gewicht zu tun.

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Hier eine Ausschnitt meines ersten Monats

Die zweite Woche waren wir im Urlaub und da bin ich halt kein Rad gefahren. Mittlerweile gehe ich auch im Urlaub Sport machen. Zwar kein Radfahren aber joggen kann man ja überall. Es hat mir aber definitiv gefehlt diese Urlaubswoche und im Nachhinein betrachtet hätte ich nach dem Urlaub anfangen sollen. Das war übrigens auch der Urlaub wo ich die SPD Schuhe und Pedale gekauft habe.  

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Hier noch der zweite Monat als Bild

Der zweite Monat kam und es ging munter weiter mit dem Pendeln. Zusammen mit meiner Ernährungsumstellung merkte ich relativ schnell, wie die Kilos wegschmolzen aber dazu mehr im dritten Teil.

Das wird vermutlich ein viel kürzerer Teil. Zum einen, weil ich eigentlich gar nicht viel umgestellt habe und zum zweiten, weil ich nicht einen auf Ernährungsguru machen will. Das machen schon so viele andere und man hat immer das Gefühl, dass die einem was verkaufen wollen. Das will ich auf keinen Fall. Dazu werde ich auch noch einen Eintrag machen. Dies, weil halt immer schnell der Eindruck enstehen kann man sei so eine Kommerz Hure, die von irgendwelchen Firmen gesponsert wird um deren Produkte zu verlinken. Ich kaufe alles aus eigen Interesse und bekomme nichts geschenkt. 

Au revoir im dritten Teil 

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